Projekt- und Portfoliomanagement
Version 27 Version 26 39.5.25 39.5.23 39.5.22 39.5.21 39.5.20 39.5.19 39.5.18 39.5.17 German English
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Anwendungsbeispiele Terminrechnung

 Information

  • Zur Verdeutlichung der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Einflussfaktoren auf die Terminrechnung folgen einige Anwendungsbeispiele.

  Hinweise

  • Sofern nichts anderes beschrieben ist, basieren die gezeigten Beispiele auf den Einstellungen der Standard-Installation und der linearen Belastungskurve (= das Datenfeld Bel.-Kurve ist leer).

  • Bei abweichenden Parametereinstellungen können die Ergebnisse entsprechend variieren.

  Übersicht und Kurzbeschreibung der Anwendungsfälle:

Nr.

Anwendungsfall

Ergebnis

1

Termintreue Planung mit mehreren Ressourcen

  • Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Die Dauer-Soll des Vorgangs ist vorgegeben.

  • Einplanungsart = termintreu

  • Die Einplanung erfolgt durch die Terminrechnung entlang der Dauer des Vorgangs.

  • Eine Überlastung wird durch die Terminrechnung nicht vermieden.

  • Überlasten werden angezeigt.

2

Gesamtpuffertreue Planung mit mehreren Ressourcen

  • Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Die Dauer-Soll des Vorgangs ist vorgegeben.

  • Einplanungsart = gesamtpuffertreu

  • Die Einplanung erfolgt durch die Terminrechnung entlang der Dauer des Vorgangs.

  • Eine Überlastung wird durch die Terminrechnung nicht vermieden.

  • Der Puffer von überlasteten Ressourcen wird genutzt, um die evtl. Überlasten zu vermeiden. Reicht der Puffer nicht aus, werden Ressourcen überlastet

  • Ressource 1 mit Überlast: Puffer wird genutzt

  • Ressource 2 ohne Überlast: Beginnt zum frühesten Anfangstermin.

3

Kapazitätstreue Einplanung

  • Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Die Dauer-Soll des Vorgangs ist vorgegeben.

  • Einplanungsart = kapazitätstreu

  • Die Einplanung des Vorgangs durch die Terminrechnung erfolgt ohne Berücksichtigung der Dauer-Soll des Vorgangs.

  • Ressourcen werden nicht überlastet.

  • Der Puffer von überlasteten Ressourcen wird ausgenutzt:

  • Ressourcen werden an arbeitsfreien Tagen nicht eingeplant.

4

Ressourcen mit Urlaub, termintreue Planung

  • Ressource mit Urlaub

  • Lineare Belastung

  • Die Urlaubsdauer ist kürzer als die Vorgangsdauer.

  • Einplanungsart = termintreu

  • Die Einplanung erfolgt durch die Terminrechnung im Block.

  • Die Ressource wird von der Terminrechnung im Urlaub nicht eingeplant.

  • An Arbeitstagen wird die Ressource ggf. mit Überlasten eingeplant.

5

Ressourcen mit Urlaub > Vorgangsdauer, termintreue Planung

  • Ressource mit Urlaub

  • Lineare Belastung

  • Die Urlaubsdauer ist länger als die Vorgangsdauer.

  • Einplanungsart = termintreu

  • Die Einplanung erfolgt durch die Terminrechnung vor bzw. spätestens zum Urlaubsbeginn.

  • Der Aufwand wird aufgrund der Nichtverfügbarkeit der Ressource im Urlaub als Überlast ausgewiesen.

  • Liegt der gesamte Vorgang im Urlaub, dann erfolgt die Einlastung zum kalkulierten Anfangstermin des Vorgangs.

6

Gesamtpuffertreue Einplanung mit Urlaub

  • Für eine Ressource wird Urlaub eingetragen

  • Lineare Belastungskurve

  • Die Urlaubsdauer ist kürzer als die Vorgangsdauer.

  • Einplanungsart = gesamtpuffertreu

  • Die Einplanung durch die Terminrechnung erfolgt außerhalb der Urlaubszeit im Block.

  • Vorhandener Puffer wird genutzt. Ist der Puffer aufgebraucht, wird die Ressource durch die Terminrechnung überlastet.

  • Die Ressource wird im Urlaub nicht eingeplant.

  • Die Einplanung wird nicht gesplittet.

7

Kapazitätstreue Einplanung mit Urlaub

  • Für eine Ressource wird Urlaub eingetragen

  • Lineare Belastungskurve

  • Die Urlaubsdauer ist kürzer als die Vorgangsdauer.

  • Einplanungsart = kapazitätstreu

  • Die Einplanung erfolgt durch die Terminrechnung außerhalb der Urlaubszeit im Block.

  • Die Ressource wird im Urlaub nicht eingeplant.

8

Gesamtpuffertreue Planung mit Wunsch-Ende und Fixierung = 0

  • Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen.

  • Die Dauer-Soll ist vorgegeben.

  • Wunsch-Ende auf einen Vorgang

  • VG-Parameter Fixierung = 0

  • Der Urlaub einer Ressource ist kürzer als der Vorgang.

  • Einplanungsart = gesamtpuffertreu

  • Die Einplanung des Vorgangs erfolgt durch die Terminrechnung auf das Wunsch-Ende.

  • Durch die Einstellung Fixierung = 0 wird das Wunsch-Ende bei Bedarf überschritten.

  • Keine Berücksichtigung von Puffer und gegebenenfalls Überlast, da durch Eingabe eines Wunsch-Endes eine termintreue Einlastung erfolgt.

  • Es erfolgt keine Verschiebung des Vorgangs.

8.1

Gesamtpuffertreue Planung mit Wunsch-Ende und Fixierung = 1

  • Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Die Dauer-Soll ist vorgeben.

  • Wunsch-Ende auf Vorgang

  • VG-Parameter Fixierung = 1

  • Einplanungsart = gesamtpuffertreu

  • Die Einplanung des Vorgangs erfolgt durch die Terminrechnung auf das Wunsch-Ende.

  • Durch die Einstellung Fixierung = 1 wird das Wunsch-Ende gehalten und termintreu eingelastet.

  • Puffer und Überlasten werden nicht berücksichtigt.

  • Es erfolgt keine Verschiebung des Vorgangs.

8.2

Gesamtpuffertreue Planung mit Wunsch-Anfang auf der Ressourcenzuordnung
Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Vorgänge mit EA-Beziehung

  • Vorgänge ohne Ressource, mit Dauer-Soll

  • Letzter Vorgang

  • mit 2 Ressourcen

  • ohne Dauer-Soll

  • mit Wunsch-Anfang

  • Belastungskurve CAP

  • Max. Belastung/Tag =7,2h

  • Planung früh = N

  • VGR Wunsch-Anfang der Ressource 1< VGR Wunsch-Anfang der Ressource 2

  • Einplanungsart = gesamtpuffertreu

  • Die Vorgangs-Einplanung erfolgt ab Projekt Wunsch-Anfang bzw. ab HEUTE.

  • Der letzte Vorgang wird spätestmöglich, also auf das Wunsch-Ende des Projekts eingeplant.

  • Der Wunsch-Anfang auf letztem Vorgang kann wegen Planung früh = N nicht gehalten werden.

9

Kapazitätstreue Planung mit Wunsch-Ende und Fixierung = 1
Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Durch den Parameter Fixierung = 1 wird der Vorgang termintreu eingelastet.

  • Der Vorgang wird nicht verlängert oder verschoben. Es treten ggf. Überlasten auf.

10

Termintreue Planung eines Vorgangs mit Vorgänger, Wunsch-Anfang und Fixierung = 0

  • Für eine Ressource wird Urlaub eingetragen

  • Lineare Belastungskurve

  • Die Urlaubsdauer ist kürzer als die Vorgangsdauer.

  • Vorgang mit Vorgänger und Wunsch-Anfang, Fixierung = 0 ein

  • Einplanungsart = termintreu

  • Der Vorgang beginnt nicht zum Wunsch-Anfang, sondern nachdem der Vorgänger beendet ist.

  • Der Urlaub der Ressource wird berücksichtigt.

  • Dauer RestDauer-Soll

11

Gesamtpuffertreue Planung mit Aufwand > Verfügbarkeit

  • Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Die Dauer-Soll ist vorgegeben.

  • Die für die gewünschte Dauer erforderliche Kapazität übersteigt die verfügbare Kapazität

  • Einplanungsart = gesamtpuffertreu

  • Die Terminrechnung nutzt vorhandenen Puffer aus.

  • Ist kein Puffer mehr vorhanden, erfolgt die Einplanung am Block zum spätestmöglichen Zeitpunkt.

12

Kapazitätstreue Planung mit Aufwand > Verfügbarkeit

  • Vorgang mit mehreren Vorgangsressourcen

  • Die Dauer-Soll des Vorgangs ist vorgegeben.

  • Die für die gewünschte Dauer erforderliche Kapazität liegt über der verfügbaren Kapazität.

  • Einplanungsart = kapazitätstreu

  • Die Terminrechnung nutzt vorhandenen Puffer aus. Dabei wird die Einplanung solange verschoben, bis im Block eingelastet werden kann. Gegebenenfalls wird der Projektendtermin überschritten.

  • Die Ressource wird im Urlaub nicht eingeplant, der Vorgang wird nicht gesplittet

13

Gesamtpuffertreue Einplanung eines VG mit Vorgänger, Wunsch-Ende und Fixierung = 0

  • Für eine Ressource wird Urlaub eingetragen

  • Lineare Belastungskurve

  • Die Urlaubsdauer ist kürzer als die Vorgangsdauer.

  • Vorgang mit Vorgänger und Wunsch-Anfang

  • VG-Parameter Fixierung = 0

  • Einplanungsart = gesamtpuffertreu

  • Der Vorgang beginnt nicht zum Wunsch-Anfang, sondern nachdem der Vorgänger beendet ist.

  • Der Urlaub der Ressource wird berücksichtigt.

  • Dauer-Rest = Dauer-Soll

  • Puffer wird nicht ausgenutzt, da ein Vorgang mit Termin automatisch immer termintreu eingelastet wird.

14

Kapazitätstreue Einplanung eines VG mit Vorgänger, Wunsch-Ende und Fixierung = 0

  • Für eine Ressource wird Urlaub eingetragen

  • Lineare Belastungskurve

  • Die Urlaubsdauer ist kürzer als die Vorgangsdauer.

  • Vorgang mit Vorgänger und Wunsch-Ende

  • VG-Parameter Fixierung = 0

  • Einplanungsart = kapazitätstreu

  • Der Vorgang endet nicht automatisch zum Wunsch-Ende, sondern beginnt, nachdem der Vorgänger beendet ist.

  • Der Urlaub der Ressource wird berücksichtigt.

  • Dauer-Rest = Dauer-Soll

  • Puffer wird nicht ausgenutzt, da ein Vorgang mit Termin automatisch immer termintreu eingelastet wird.

15

Kalk. Anfang bei Rückmeldung mehrerer Vorgangsressourcen

  • Einplanung mehrerer Ressourcen auf einen Vorgang und Rückmeldung von Stunden:

  • wie geplant

  • früher als geplant

  • später als geplant

  • Die Ressourcen werden durch die Terminrechnung mit ihrem Restaufwand ab dem VGR Ist-Anfang eingeplant.

  • Ist der Tag nach dem Ist-Anfang kein Arbeitstag, wird die Ressource am nächsten Arbeitstag eingeplant.

  • Gegebenenfalls wird die Ressource überlastet.

16

Rückmeldung im Urlaub

  • Einem Vorgang sind mehrere Ressourcen zugeordnet.

  • Eine Ressource ist über die komplette Vorgangsdauer im Urlaub, meldet jedoch Ist-Stunden zurück.

  • Die Einplanung der Ressourcen ohne Urlaub erfolgt durch die Terminrechnung gemäß den Standardvorgaben.

  • Die Ressource, die während des Urlaubs zurückgemeldet hat, wird auf den ersten Arbeitstag nach der Rückmeldung eingeplant.

  • Gegebenenfalls wird die Ressource überlastet.