Belastungskurven und Belastungsverteilung
Information
In PLANTA project gibt es folgende Arten der Belastungsverteilung:
Verteilung mit prozentualen Belastungskurven (3/3, 5025, 5075, GSS, S, E)
Verteilung mit Belastungskurven, denen eine spezielle Berechnungsmethodik zugrunde liegt (CAP, BLD)
Verteilung mit Zeitraster-Belastungskurven (WEEK, YEAR, QUARTER, MONTH)
Lineare Verteilung, wenn keine Belastungskurve ausgewählt wurde
Details
Welche Belastungskurve bei der jeweiligen Vorgangsressource wirkt, wird mit dem Parameter Belastungskurve auf der entsprechenden Vorgangsressource im Modul Terminplan festgelegt.
Hier kann über die Listbox die gewünschte Belastungskurve ausgewählt werden. Wird keine Belastungskurve ausgewählt, wird die Ressourcenbelastung linear verteilt.
Beim Zuordnen einer Ressource zu einem Vorgang wird die Default-Belastungskurve der Ressource aus den Stammdaten automatisch übernommen, kann jedoch bei Bedarf auf der Ressourcenzuordnung geändert werden.
Die Default-Belastungskurve wird pro Ressource im gleichnamigen Datenfeld im Modul Ressourcendatenblatt festgelegt.
Hat eine Vorgangsressource eine von der Vorgangsdauer abweichende Dauer (z. B. wenn mehrere Ressourcen zu unterschiedlichen Zeiten an einem Vorgang arbeiten), wird der Aufwand über die Dauer der Vorgangsressource verteilt. Die Vorgangsdauer gibt lediglich den Zeitrahmen vor, innerhalb dessen verteilt wird.
Hinweise
Im Lieferumfang der PLANTA-Software sind bereits Belastungskurven enthalten. Die Erfassung individueller Belastungskurven wird zurzeit nicht unterstützt.
Lineare Belastungsverteilung ohne Belastungskurven
Informationen
Bei der linearen Belastungsverteilung wird der Aufwand-Rest der Vorgangressource linear über die Dauer (Dauer der Vorgansressource oder des Vorgangs) verteilt.
Überlasten werden nicht ausgeglichen, sondern nur ausgewiesen.
Die lineare Belastungsverteilung erfolgt dann, wenn für die Vorgangsressource keine Belastungskurve ausgewählt wurde.
Beispiel
Dauer-Rest = 10 Tage
Aufwand-Rest = 100 Stunden
Somit Einlastung 100/10=10 Stunden pro Tag
Hat die Ressource die Verfügbarkeit von 8 Std. pro Tag, werden auf jedem Tag 2 Std. Überlast ausgewiesen.
Verteilung mit prozentualen Belastungskurven
Information
Belastungskurven für prozentuale Verteilung werden in 5%-Schritten definiert. Die Vorgangslaufzeit wird in 20 Intervalle aufgeteilt. Bei der Berechnung der Belastungen wird die Dauer-Rest des Vorgangs durch 20 geteilt und pro Intervall wird der Aufwand-Rest der Vorgansressource mit der Differenz der Belastungsprozentsätze multipliziert. Daraus ergibt sich die Belastungsverteilung.
Generell gilt: Dauer und Aufwand werden vorgegeben, die Belastung wird berechnet.
Hinweis
Durch die Division mit 20 kann es bei den Belastungskurven E und S dazu kommen, dass die Belastung auf mehr als einen Tag verteilt wird. Ist die Dauer-Rest des Vorgangs z.B. 60, werden 60 / 20 = 3 Belastungsdatensätze erzeugt. Siehe Beispiele unter "Belastung am Ende / Anfang".
Beispiel Auslastungsdiagramme:
3/3

5025

5075

GSS

Berücksichtigung von bereits geleisteten/rückgemeldeten Stunden (Ist-Werte) bei prozentualen Belastungskurven
Weicht die Summe der rückgemeldeten (Ist) Stunden von den geplanten Stunden ab, gleicht die Terminrechnung die restlichen Stunden wieder an die Belastungskurve an.
Beispiel
Ausgangssituation, ohne Rückmeldung

Es werden weniger Stunden rückgemeldet als ursprünglich geplant. Die gesamte Differenz wird am ersten Tag nach dem Rückmeldedatum zusätzlich eingelastet

Es werden mehr Stunden rückgemeldet als ursprünglich geplant. Es wird solange nicht belastet, bis die ursprüngliche Kurve wieder erreicht ist.

Belastung am Ende / am Anfang
Informationen
Bei Verwendung der Belastungskurve E erfolgt die Belastung am Vorgangsende, der Belastungskurve S äquivalent am Vorgangsanfang.
Durch das hinterlegte Prinzip der Berechnung der Verteilung, also Division der Dauer durch 20, kann es z. B. bei den Belastungskurven E und S je nach Dauer dazu kommen, dass die Belastung auf mehr als einen Tag verteilt wird. Pro 20 Tage Vorgangsdauer wird ein Belastungsdatensatz angelegt.
Die folgenden Beispiele sind exemplarisch mit E.
Beispiele
Beispiel 1: Ressource R1 wird auf Vorgang A mit einer Dauer von 10 Tagen und einem Aufwand von 100 h eingeplant.
Die Terminrechnung legt am Ende des Vorgangs einen Belastungsdatensatz (am letzten Arbeitstag der vorgegebenen Dauer) mit 100 h an.
Beispiel 2: Ressource R1 wird auf Vorgang B mit einer Dauer von 21 Tagen und ebenfalls einem Aufwand von 100 h eingeplant.
Die Terminrechnung legt am Ende des Vorgangs zwei Belastungsdatensätze (an zwei letzten Arbeitstagen der vorgegebenen Dauer) an:
Belastungsdatensatz 1: 4,76 h
Belastungsdatensatz 2: 95,24h
Beispiel 3: Ressource R1 wird auf Vorgang C mit einer Dauer von 44 Tagen und ebenfalls einem Aufwand von 100 h eingeplant.
Die Terminrechnung legt am Ende des Vorgangs drei Belastungsdatensätze an (an drei letzten Arbeitstagen der vorgegebenen Dauer):
Belastungsdatensatz 1: 9,09 h
Belastungsdatensatz 2: 45,45 h
Belastungsdatensatz 3: 45,45 h
Hinweis
Die Verteilung der Belastung bei der Belastungskurve S und Vorhandensein von mehreren Belastungsdatensätzen ist in genau umgekehrter Reihenfolge, zunächst die höheren und dann der niedrigere.
Belastungskurve Gauß (GSS)
Information
Bei Verwendung der Belastungskurve GSS entspricht der kalkulierte Anfangstermin der Ressourcen nicht dem kalkulierten Anfangstermin des Vorgangs.
Erklärung: Es werden über den Zeitraum der Vorgangslaufzeit 20 Intervalle mit aufsteigenden und wieder absteigenden Werten erzeugt. Deren erstes und letztes Intervall erzeugen eine Verteilung von Aufwand oder Kosten von 0 in den ersten und letzten 5% der Zeit. Dann erst werden die Aufwände oder Kosten in einer Kurve mit aufsteigenden und später absteigenden Werten eingeplant. Da Datensätze mit 0 Kosten oder Aufwand nicht geschrieben werden, wird der kalkulierte Anfangstermin der Ressource auf den ersten Datensatz mit positivem Aufwand oder Kosten gesetzt. Auf dem Vorgang wird trotzdem der kalkulierte Anfang auf heute gesetzt.
Bei bereits angefangenen Vorgängen (mit Ist-Anfang) wird die Verteilung der Aufwände oder Kosten jedes Mal neu nach der gaußschen Verteilung berechnet, das heißt: das erste Intervall ist immer 0. Allerdings werden die bereits geleisteten Aufwände oder Kosten so verrechnet, als wäre die Kurve abgearbeitet worden, und es wird mit einem Betrag weitergerechnet, der dem des gleichen Zeitpunkts aus der Initialberechnung entspricht. Ist der abgearbeitete Betrag höher als ursprünglich zum Zeitraum von Ist-Anfang bis heute von der Kurve vorgegeben, rutscht der kalkulierte Anfang der Ressource weiter in die Zukunft. Ist der abgearbeitete Betrag kleiner, rutscht der kalkulierte Anfang nach vorne.
Zum Umgang mit der GSS-Belastungskurve:
Nach Initialterminrechnung (ohne Ist-Werte) kann genau zu den Terminen mit genau dem Betrag rückgemeldet werden, die die Kurve vorgibt. Damit wäre gewährleistet, dass die Kurve wie ursprünglich vorgesehen abgearbeitet wird.
Man kann eine Initialrechnung anstoßen und diese als Baseline in einem Statusbericht einfrieren. In weiteren Statusberichten im Laufe der Zeit kann man dann die Abweichungen betrachten.
Oder man setzt einen Wunschendtermin auf dem Vorgang, damit die Kurve nicht den Endtermin verlängert. Die Kurve wird dann ab Setzen eines Ist-Anfangs bei Fortschreiten des Vorgangs je nach rückgemeldeten Werten steiler.
Verteilung mit speziellen Belastungskurven
Informationen
Belastungskurven CAP und BLD liegt eine spezielle Berechnungsmethodik zugrunde.
CAP: Belastung pro Periode nach verfügbarer Kapazität. Der Aufwand der zugeordneten Ressource ist dominant. Bei puffer- und kapazitätstreuer Planung wird die noch verfügbare Kapazität der Periode eingeplant. Die Dauer wird berechnet.
BLD: Basic-Load. Wird zusammen mit dem Parameter Max. Belastung/Tag für die Planung von Grundlastprojekten verwendet. Ohne Max. Belastung/Tag wirkt es wie eine lineare Belastungskurve.
Belastungskurve CAP
Ziele
Optimierung der Kapazitätseinplanung
Berechnung der Belastungen pro Tag
Berechnung der Dauern bei der Einlastung
Information
Die Belastungskurve CAP steht für kapazitätsorientierte Einlastung.
PLANTA project kann die Belastungen pro Tag und die Vorgangsdauer berechnen, wenn der Aufwand vorgegeben wird. Hierbei wird berücksichtigt, wie viel Rest-Kapazität der Ressource noch zur Verfügung steht.
Folgende Problematik lässt sich damit lösen:
Der Aufwand eines Vorgangs ist bekannt, und die Dauer des Vorgangs soll berechnet werden. Bestehende Belastungen bereits eingelasteter Vorgänge (auch aus anderen Projekten) und die verfügbare Kapazität der Ressource sollen berücksichtigt werden.
Die Belastungen pro Tag sollen entsprechend der Verfügbarkeit erfolgen. Dies kann auch dazu führen, dass Vorgänge durch wichtigere Vorgänge unterbrochen werden oder dass Vorgänge verkürzt werden, wenn genügend freie Kapazität vorhanden ist.
Hinweis
Die Planung mit CAP ist nur wirksam, wenn für die Ressource der Parameter Abgleich nach Aufwand in den Stammdaten aktiviert ist. Sonst die CAP-Eintragung bei der Berechnung ignoriert.
Termintreue Planung mit CAP
Information
Termintreue Planung durch Vorgabe der Dauer-Rest der Vorgangs oder der Max. Belastung/Tag der Vorgangsressource mit optimierter Einlastung.
Details
Ist keine Dauer-Rest des Vorgangs vorgegeben, berechnet sie sich aus
aber Max. Belastung/Tag der Vorgangsressource gesetzt, berechnet sich die Dauer-Rest des Vorgangs wie folgt: Aufwand-Rest der Vorgangsressource / Max. Belastung/Tag
Ist auch keine Max. Belastung/Tag der Vorgangsressource gesetzt, ist Dauer-Rest des Vorgangs 1 Tag. Der gesamte Aufwand-Rest der Vorgangsressource wird auf einem Tag mit Überlast geplant.
Pro Tag wird die frei verfügbare Kapazität eingeplant, falls diese nicht durch eine Max. Belastung/Tag oder Min. Belastung/Tag eingeschränkt wird. Die Belastungen an den einzelnen Tagen können unterschiedlich sein.
Ist keine Max. Belastung/Tag gesetzt und kann der gesamte Aufwand innerhalb der frei verfügbaren Kapazität vollständig eingeplant werden, so kann sich die Dauer-Rest des Vorgangs reduzieren. Hierdurch kann es zu sehr hohen täglichen Belastungen kommen.
Kann der gesamte Aufwand-Rest innerhalb der frei verfügbaren Kapazität nicht vollständig eingeplant werden, wird die Überlast gleichmäßig über alle Belastungsdatensätze auf die Arbeitstage der Ressource verteilt.
Hinweis
Trotz termintreuer Planung findet innerhalb der Dauer-Rest des Vorgangs eine Kapazitätsoptimierung statt. Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass allein durch Setzen von CAP in Verbindung mit termintreuer Planung die Überlasten deutlich gesenkt werden können. Dieser positive Effekt tritt insbesondere bei der mitarbeiterbezogenen Planung auf.
Bei termintreuer Planung mit CAP werden Überlasten gleichmäßig über die Arbeitstage der Ressource auf alle Belastungsdatensätze verteilt.
Gesamtpuffertreue Planung mit CAP
Information
Gesamtpuffertreue Planung durch Vorgabe der Dauer-Rest des Vorgangs oder der Max. Belastung/Tag der Vorgangsressource mit optimierter Einlastung.
Details
Die Dauer-Rest des Vorgangs berechnet sich wie bei der termintreuen Planung, jedoch kann sie sich wegen Kapazitätsmangel bis zum Ende der gesamten Pufferzeit oder bis zum Planungshorizont verlängern.
Der Kalk. Anfang des Vorgangs wird auf den ersten Tag mit Rest-Kapazität verschoben, falls dieser noch vor dem spätester Anfang liegt. Sonst gilt Kalk. Anfang = spätester Anfang.
Bei gesamtpuffertreuer Planung mit CAP werden Überlasten gleichmäßig über die Arbeitstage der Ressource auf alle Belastungsdatensätze verteilt.
Kapazitätstreue Planung mit CAP
Information
Kapazitätstreue Planung durch Vorgabe der Dauer-Rest des Vorgangs oder der Max. Belastung/Tag der Ressourcenzuordnung mit optimierter Einlastung
Die VG Dauer-Rest berechnet sich wie bei der termintreuen Planung, jedoch kann sie sich wegen Kapazitätsmangel solange verlängern, bis der gesamte Aufwand eingeplant werden kann oder bis die Endperiode des Ressourcenkalenders erreicht ist. Der PR Wunsch-ET kann dabei überschritten werden.
Der VG Kalk. Anfang wird auf den ersten Tag mit frei verfügbarer Kapazität verschoben, falls dieser noch vor dem Endtermin des Ressourcenkalenders liegt. Sonst gilt VG Kalk. AT = Endtermin des Ressourcenkalenders.
CAP bei mehreren Ressourcenzuordnungen zum Vorgang
Information
Die Ressourcen werden voneinander unabhängig eingelastet sowie die errechneten Dauern und Termine auf den Vorgang verdichtet.
Hinweise
Sind einem Vorgang gleichzeitig Ressourcen mit und ohne CAP zugeordnet, sind die CAP-Ressourcenzuordnungen dominant, d.h. die Vorgangsdauer wird über die CAP-Ressourcenzuordnungen ermittelt. Die Nicht-CAP-Ressourcenzuordnungen werden mit der berechneten Vorgangsdauer eingeplant und nicht abgeglichen.
Ausnahmen:
Aufwand-Rest = 0 (CAP wird bei Berechnung der Vorgangsdauer nicht berücksichtigt)
Belastungskurve MAN (vgl. entsprechendes Kapitel).
Belastungskurve BLD (Basic Load)
Information
Über die Belastungskurve BLD (Basic Load) können Belastungen linear über die gesamte Dauer-Rest eines Vorgangs verteilt werden, wobei
die tägliche Belastung (über Max. Belastung/Tag) vorgegeben werden kann oder
die tägliche Belastung aus dem Aufwand-Rest des Vorgangs berechnet wird.
Diese Belastungskurve wird für die Ressourceneinsatzplanung für begleitende Tätigkeiten verwendet. Z. B.
Grundlastvorgänge (z. B. 1h/Tag für Servicetätigkeiten) oder Grundlastprojekte
Projektleitung (z. B. 1h/Tag während der gesamten Projektlaufzeit oder 100h verteilt auf die gesamte Projektlaufzeit)
Besonderheiten der Belastungskurve BLD
Ist Dauer-Rest des Vorgangs vorgegeben, wird diese berücksichtigt.
Ist keine Dauer-Rest des Vorgangs vorgegeben, wird sie berechnet vom frühester Anfang (= Kalk. Anfang) bis zum spätesten Ende (= Kalk. Ende).
Ist im Feld Max. Belastung/Tag der Vorgangsressource ein Wert eingetragen, wird der Aufwand-Rest = Max. Belastung/Tag x Dauer-Rest berechnet.
Ist im Feld Max. Belastung/Tag kein Wert eingetragen, wird der Aufwand-Rest der Vorgangsressource gleichmäßig über die Dauer-Rest verteilt ( Verhalten wie ohne Belastungskurve: lineare Belastungsverteilung).
Vorgänge mit BLD-Ressourcenzuordnungen werden immer termintreu eingeplant. Für sie findet also kein Kapazitätsabgleich statt.
Die Ressourcen werden in deren Urlaub nicht eingeplant.
Der Vorgang kann über die gesamte Projektdauer hinweg gespannt werden, wenn der Parameter Spannvorgang aktiviert wurde (z.B. für Projektleitung oder Grundlastprojekte).
Ein Spannvorgang kann mit Hilfe von AOBs über bestimmte Projektvorgänge hinweg gespannt werden. Beispielsweise kann der AOB-Vorgänger der Meilenstein Projekt Kick-Off und der Nachfolger der Meilenstein Projektende sein. Der Spannvorgang wird sich zwischen diesen beiden Vorgängen aufspannen, wenn er mit den beiden Vorgängen über AOBs verbunden ist.
Verteilung mit Zeitraster-Belastungskurven: WEEK, MONTH, QUARTER, YEAR
Information
Bei Verwenden der Belastungskurve WEEK, MONTH, QUARTER bzw. YEAR wird pro Woche, Monat, Quartal bzw. Jahr nur ein Belastungsdatensatz angelegt.
Ziel der Verwendung dieser Belastungskurven ist eine Beschleunigung von Langfrist-Auswertungen (z. B. Auslastungsdiagramme) durch Reduzierung der Belastungssätze
Hinweise
Bei Verwendung der Belastungskurven WEEK, MONTH, QUARTER und YEAR
müssen Dauer-Rest oder Wunsch-Termine (Wunsch-Anfang und Wunsch-Ende) des Vorgangs und Aufwand-Rest der Vorgangsressource(n) vorgegeben werden.
hat der Parameter Max. Belastung/Tag keine Wirkung.
Details zu Rest-Belastungen
Information
Im ersten Schritt berechnet die Terminrechnung (im Hintergrund) die Belastungssätze tagesgenau.
Im nächsten Schritt werden die Belastungsdatensätze von der Terminrechnung auf die folgenden Zeitpunkte verdichtet:
bei den vollständigen Intervallen auf die Mitte des jeweiligen Intervalls
WEEK: Belastung nur an jedem Mittwoch der Woche
MONTH: Belastung nur an jedem 15. des Monats
QUARTER : Belastung nur an jedem 15. des Mittelmonats
YEAR: Belastung nur am 15. Juli eines Jahres
Dabei ist zu beachten, dass der 15. von der Terminrechnung nicht als reelles Datum behandelt wird, sondern lediglich als Markierung eines Intervalls. D. h., fällt der 15. auf einen Nicht-Arbeitstag, wird an dem Tag dennoch eingelastet.
bei den Randintervallen jeweils auf den Kalk. Anfang der Ressourcenzuordnung und Kalk. Ende der Ressourcenzuordnung. Das bedeutet:
Das Datum des ersten geplanten Belastungsdatensatzes stimmt mit dem Kalk. Anfang der Ressourcenzuordnung überein.
Das Datum des letzten geplanten Belastungsdatensatzes stimmt mit dem Kalk. Ende der Ressourcenzuordnung überein.
Schematische Darstellung

Anwendungsbeispiel
Ein Vorgang mit einer Dauer von 9 Tagen und einer Ressourcenzuordnung mit Belastungskurve WEEK und Aufwand-Rest = 9 Std. beginnt an einem Donnerstag und endet nach einer Woche an einem Dienstag.
Im ersten Schritt verteilt die Terminrechnung die 9 Stunden gleichmäßig auf 9 Tage, so dass sich für jeden Arbeitstag eine Belastung von 1 Std. ergibt.
Im zweiten Schritt verdichtet die Terminrechnung die verteilten Stunden auf einen Belastungs-Datensatz pro Intervall.
Der 1. verdichtete Belastungssatz enthält die Daten von Do.-Fr. der ersten Woche und hat als Datum den Kalk. Anfang der Ressourcenzuordnung (=Donnerstag der ersten Woche).
Der 2. verdichtete Belastungssatz enthält die Daten von Mo.-Fr. und hat als Datum den Mittwoch der zweiten Woche.
Der 3. verdichtete Belastungssatz enthält die Daten von Mo.-Di. und hat als Datum den Kalk. Ende der Ressourcenzuordnung (=Dienstag der dritten Woche).

Durch die Verdichtung können Ungenauigkeiten der verdichteten Werte auftreten. Eine zyklische Neuplanung wird empfohlen.
Das Raster der Auswertungen (z.B. Auslastungsdiagramm) sollte gleich oder größer dem Verdichtungsraster sein; z.B. würden bei einer tagesgenauen Darstellung bei Verdichtung auf Jahresraster alle Belastungen am 15.7. auftreten.
Details zu Ist-Belastungen
Information
Da Arbeitsstunden-Erfassung tageweise erfolgt, existieren die Ist-Datensätze unabhängig vom gewählten Raster entsprechend tageweise.
Verteilung mit Belastungskurve MAN
Information
Die Belastungskurve MAN bei Vorgangsressourcen wirkt ähnlich wie ein Ist-Termin. Die Planungsdaten sind fixiert und werden nicht durch die Terminrechnung verschoben.
Auch Ist-Termine verändern nicht die MAN-Einplanung.
Die Eintragung der Aufwände erfolgt im Feld Belastung-Rest im Belastungsdatensatz.
Aufwand-Rest auf der Ressourcenzuordnung = Summe der Belastung-Rest aller zugehörigen Belastungsdatensätze, d.h. die Belastungen werden nach oben kumuliert.
Typische Anwendung in der Praxis
Freie Verteilung der Kapazitätsbelastung über die Vorgangsdauer
Manueller Kapazitätsabgleich durch Verteilung von Belastungen
Projektmeetings zu fixen Terminen
Besonderheiten der Belastungskurve MAN
Die Aktive Heutelinie verschiebt nicht mit MAN geplante Termine.
AOBs: Diese wirken so lange, bis sie an MAN-Termine stoßen, z.B. bei mehrfacher Ressourcenzuordnungen mit unterschiedlichen Belastungskurven ( MAN und CAP)
Bei mehreren Ressourcen mit MAN wird der früheste und der späteste Termin aller MAN-Ressourcen für die Einplanung des Vorgangs verwendet.
Der Vorgang kann durch Wunsch-Anfang nur früher beginnen, als die früheste MAN-Einplanung.
Der Vorgang kann durch Wunsch-Ende nur später enden, als die späteste MAN-Einplanung.
Parameter Splitting = : Der Parameter hat keine Auswirkung auf MAN-Ressourcen.
Belastungsdatensätze von MAN-Ressourcen können nur manuell gelöscht werden.
Planstunden der Vorgangsressourcen mit MAN, welche vor der ersten Rückmeldung liegen, werden gelöscht und nicht auf die zukünftigen Einlastungen verteilt.
Stundenrückmeldungen in anderer Höhe als geplant beeinflussen die weiteren Belastungsdatensätze nicht.
Verteilung mit manuellen Zeitraster-Belastungskurven PM_* (persistent manual)
Belastungskurven für die manuelle Verteilung des Aufwands in Zeitintervallen
PM_DAY
PM_MONTH
PM_WEEK
PM_QUART
PM_YEAR
In ihrer Funktionsweise ähneln sie den normalen Zeitraster-Belastungskurven, mit dem Unterschied, dass die Verteilung entweder sofort manuell vorgenommen werden kann oder nach der initialen automatischen Verteilung manuell angepasst werden kann. Die manuell (manual) erzeugten oder geänderten Datensätze werden von der Terminrechnung nicht mehr verändert (persistent).
Anwendungsbeispiel: Manuelle Belastungskurven mit Zeitraster erlauben es, im Gegensatz zu normalen Belastungskurven mit Zeitraster, z. B. die Einplanung einer Ressource in einem Vorgang zu unterbrechen.
Vorgehensweise
Bei Verwendung der PM_Raster-Belastungskurven besteht die Möglichkeit, zwischen zwei Vorgehensweisen zu wählen:
Vorgehensweise 1
Man vergibt den Aufwand und die Wunschtermine (hierzu siehe den -Hinweis weiter unten) auf der Ressourcenzuordnung und berechnet den Terminplan. Dabei wird dieser Aufwand automatisch entsprechend der äquivalenten Zeitraster-Belastungskurve verteilt (PM_WEEK entsprechend WEEK, PM_MONTH entsprechend MONTH, PM_QUART entsprechend QUARTER und PM_YEAR entsprechend YEAR), jedoch nur initial. Danach können Belastungsdaten manuell bearbeitet werden, die Belastungsdatensätze bleiben bei jeder weiteren Berechnung unverändert. Es wird lediglich die Rest-Belastung neu berechnet (z. B. Ist-Aufwand wird vom Rest-Aufwand subtrahiert im Gegensatz zu Belastungskurve MAN) und auf die Ressourcenzuordnungen verdichtet.
Diese Vorgehensweise kann z. B. als Eingabeunterstützung verwendet werden.
Vorgehensweise 2
Man legt Belastungsdatensätze bereits initial manuell entsprechend dem gewählten Intervall an. Bei dieser Vorgehensweise werden die manuell angelegten Datensätze ab der ersten Berechnung nicht verändert. Die Daten werden lediglich nach oben hochverdichtet. Bei jeder weiteren Berechnung bleiben die Belastungsdatensätze ebenfalls unverändert. Es wird lediglich die Rest-Belastung neu berechnet (z. B. Ist-Aufwand wird vom Rest-Aufwand subtrahiert im Gegensatz zu Belastungskurve MAN) und auf die Ressourcenzuordnungen verdichtet.
Diese Vorgehensweise wird von PLANTA empfohlen.
Hinweise
Ein Vorgang, der eine Ressourcenzuordnung mit PM_Raster-Belastungskurve besitzt, bekommt folgende Parameter automatisch gesetzt
Achtung
Um die korrekte Funktionsweise der PM_Raster-Belastungskurven zu gewährleisten, sollten in beiden oben genannten Fällen Wunschtermine und keine Dauer-Rest verwendet werden.
Besonderheiten manueller Belastungskurven mit Zeitraster
Hinweise
Die allgemeinen Informationen und Details für die Intervalle und die Aufteilung der Belastungsdatensätze pro Intervall, die im Abschnitt "Belastungskurven mit Zeitraster: WEEK, MONTH, QUARTER, YEAR" beschrieben sind, gelten auch für die manuellen Zeitraster-Belastungskurven
Nachfolgend werden lediglich Besonderheiten der manuellen Zeitraster-Belastungskurven aufgelistet.
Details
Da pro Intervall nur ein Rest-Datensatz (Plan-Datensatz) erlaubt ist, wird jeder weitere im gleichen Intervall erfasste Rest-Datensatz mit dem zuerst erzeugten Datensatz zusammengefasst, d. h., die Belastung wird zu der des ersten Datensatzes dazu addiert.
Details zu Rest- und Ist-Aufwänden
Für PM_Raster-Belastungskurven besteht die Möglichkeit, den restlichen geplanten Aufwand nach Stunden-Rückmeldungen (Ist-Aufwand) auf unterschiedliche Art und Weise zu steuern:
Variante 1: Automatisierte Korrektur der Rest-Aufwände bei Unter-/Überbuchungen, um die Planung an die tatsächliche Situation besser anzupassen und die Rest-Aufwände optimaler auszunutzen. Dabei wird der nicht verbrauchte Aufwand vergangener Perioden den zukünftigen Perioden zur Verfügung gestellt und umgekehrt, wenn mehr Aufwand gebucht wurde als geplant, wird der Aufwand von zukünftigen Perioden abgezogen. Mehr dazu siehe unter Anpassungen der Aufwände bei PM_Raster-Belastungskurven.
Variante 2: Keine automatisierte Korrektur. Dabei verhalten sich die Rest-Aufwände folgendermaßen:
Wird in einem Intervall der gesamte geplante Aufwand als Ist zurückgemeldet, wird der Rest-Aufwand auf 0 gesetzt, der entsprechende Rest-Datensatz (Plan-Datensatz) bleibt jedoch weiterhin bestehen.
Werden in einem Intervall mehr Stunden zurückgemeldet als geplant, wird der Rest-Aufwand ebenfalls auf 0 gesetzt, der Gesamt-Aufwand erhöht sich jedoch, da die Stunden nicht vom geplanten Aufwand in anderen Intervallen abgezogen werden.
Werden in einem nicht geplanten Intervall Stunden zurückmeldet, dann erhöht sich der Gesamt-Aufwand, da die Stunden nicht vom geplanten Aufwand in anderen Intervallen abgezogen werden können.
nach der Rückmeldung
Achtung
Bei der Planung mit PM_Raster-Belastungskurven > PM_DAY sind evtl. Unterschiede in Überlasten in DT472 Belastung und DT468 Periode zu berücksichtigen. Sind z. B. auf der Periodenebene Überlasten vorhanden, können sie bei den Wochen- oder Monatsplandaten ausgeglichen sein und aus diesem Grund nicht in DT472 Belastung ausgewiesen werden.
Unterschiede zwischen MAN und PM_DAY
MAN | PM_DAY | |
|---|---|---|
Pro Tag (Periode) existiert nur ein Datensatz: Rest oder Ist. Werden Ist-Stunden für den Tag erfasst, wird bei der Terminrechnung für den betroffenen Tag der komplette Rest gelöscht. | ≠ | Pro Tag (Periode) gibt es einen Rest-Datensatz und es können mehrere Ist-Datensätze geben. Der Rest-Datensatz bleibt immer erhalten, die Ist-Datensätze kommen hinzu. |
Rückmeldungen bewirken keine Änderung der eingeplanten Stunden. | ≠ | Die zurückgemeldeten Stunden werden von den geplanten Stunden subtrahiert. Wird in einem festgelegten Intervall ein neuer Belastungsdatensatz hinzugefügt, erhöht sich der Aufwand-Rest entsprechend automatisch. |
Planstunden der MAN, welche vor der ersten Rückmeldung liegen, werden gelöscht und nicht auf die zukünftigen Einlastungen verteilt. | ≠ | Planstunden der Belastungskurve PM_DAY, welche vor der ersten Rückmeldung liegen, bleiben erhalten, werden jedoch nicht auf die zukünftigen Einlastungen verteilt. |
Stundenrückmeldungen in anderer Höhe als geplant beeinflussen die weiteren Belastungsdatensätze nicht. | = | Stundenrückmeldungen in anderer Höhe als geplant beeinflussen die weiteren Belastungsdatensätze nicht. |
Die Planstunden von Vorgangsressourcen mit der Belastungskurve MAN werden durch die Terminrechnung nicht verschoben. | = | Die Planstunden von Vorgangsressourcen mit der Belastungskurve PM_DAY werden durch die Terminrechnung nicht verschoben. |
Keine Belastungskurve: Lineare Belastungsverteilung
Informationen
Bei linearen Belastungsverteilung wird der Aufwand-Rest der Vorgangressource linear über die Dauer (Dauer der Vorgansressource oder des Vorgangs) verteilt.
Überlasten werden nicht ausgeglichen, sondern nur ausgewiesen.
Die lineare Belastungsverteilung erfolgt dann, wenn für Vorgangsressource keine Belastungskurve ausgewählt wurde.
Beispiel
Dauer-Rest = 10 Tage
Aufwand-Rest = 100 Stunden
Somit Einlastung 100/10=10 Stunden pro Tag
Hat die Ressource die Verfügbarkeit von 8 Std. pro Tag, werden auf jedem Tag 2 Std. Überlast ausgewiesen.
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